Wir von Hanke Legal weisen den säumigen Zahler außergerichtlich darauf hin, dass er mit seiner Zahlung in Verzug ist. Entsprechend hat der Schuldner den Schaden, den der Gläubiger durch diesen Verzug erlitten hat, zu ersetzen. Dieser Schaden umfasst insbesondere die Kosten des Anwalts und die Verzugszinsen. Diese Positionen werden in dem außergerichtlichen Mahnschreiben detailliert berechnet und angegeben. Der Schuldner wird aufgefordert, den Gesamtbetrag innerhalb einer bestimmten Frist zu begleichen.
Abhängig von der Höhe der Forderung und der Person des Schuldners kann eine gütliche Einigung durch einen Ratenzahlungsvergleich sinnvoll sein. Ein durch gegenseitiges Nachgeben geprägter Vergleich kann bei Geschäftspartnern oft eine bessere Lösung eines Streits darstellen. Es ist jedoch wichtig, dass der geschuldete Betrag während der Laufzeit der Ratenzahlungsvereinbarung verzinst wird. Zudem kann es empfehlenswert sein, eine notarielle Urkunde bezüglich der Schuldsumme zu erstellen, sofern der Schuldner einverstanden ist. Dies schafft einen Vollstreckungstitel.
In eine Ratenzahlungsvereinbarung wird regelmäßig eine Verfallklausel aufgenommen. Solange der Schuldner seine Raten pünktlich bezahlt, muss er keine weiteren Maßnahmen des Gläubigers befürchten. Gerät er jedoch mit einer Rate ganz oder teilweise länger als vereinbart in Rückstand, muss er mit weiteren Maßnahmen wegen des gesamten Restbetrags rechnen.
Je nach Reaktion des Schuldners auf die Zahlungsaufforderung können weitere Schritte zur Realisierung der Forderung notwendig sein. Einerseits könnte ein Mahnverfahren in Betracht kommen, insbesondere wenn Sie einen Titel gegen den Gläubiger erwirken möchten und kein Widerspruch gegen den Mahnbescheid zu erwarten ist. Andererseits könnte auch eine Klage erwogen werden.